Podiumsgespräch

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Oral History
Podiumsgespräch mit Dorothee Wierling, Alexander von Plato und Linde Apel

27. Februar 2020, 18.30 Uhr, Forschungsstelle für Zeitgeschichte, Lesesaal,
Beim Schlump 83, 20144 Hamburg

Mit Dorothee Wierling und Alexander von Plato sitzen zwei der bekanntesten deutschen Oral Historians auf dem Podium, die über langjährige Erfahrungen mit Interviewprojekten zu unterschiedlichen Zeiten, in unterschiedlichen Regimen und Ländern verfügen. Die Leiterin der Werkstatt der Erinnerung, Linde Apel, wird mit ihnen über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Oral History diskutieren. Dabei wird es um die der Oral History zugeschriebenen demokratischen bzw. demokratisierenden Aspekte ebenso gehen wie um die Frage, welche Rolle mündliche Quellen heute in der Geschichtswissenschaft spielen. Denn Oral History wird häufig in den Zusammenhang einer Geschichte von unten gestellt, die den Anspruch vertritt, partizipativ zu sein und die Beforschten dazu zu befähigen, ihre eigene Geschichte zu schreiben. Ob dies tatsächlich ein Anspruch oder nicht viel mehr eine Zuschreibung ist, soll ebenso diskutiert werden wie die Frage, ob gegenwärtig eigentlich gute Zeiten für Oral History sind. Schließlich gilt Oral History als besonders geeignet, sich im Rahmen der Zeitgeschichte mit Brüchen und Katastrophen und ihrer Verarbeitung durch Betroffene zu beschäftigen.

Die öffentliche Podiumsdiskussion findet im Rahmen des Netzwerktreffens Oral History statt.

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