Vortrag

Donnerstag, 29.6.2017, 18.30 Uhr

Alexander Gallus: Eine fast vergessene Revolution. Die Umbrüche von 1918/ 19 aus heutiger Sicht

Veranstaltungsort: Museum für Hamburgische Geschichte, Holstenwall 24
20355 Hamburg

Während des Kalten Krieges gehörte die deutsche Revolution von 1918/19 zu jenen Zäsuren, die zu scharfen fachhistorischen Kontroversen herausforderten und zugleich ein großes öffentliches Interesse wachriefen. Vom einstigen Zankthema blieben danach in den vergangenen rund dreißig Jahren eine festgefahrene Kontroverse und eine in der öffentlichen Erinnerungskultur nahezu „vergessene Revolution“. Dieser Zustand ist ebenso erklärungsbedürftig wie die zaghafte, aber bestimmte Revolutionsrenaissance in jüngster Zeit. Beide Entwicklungen erläutert der Vortrag, der zudem nochmals wesentliche Phasen des Umbruchs Revue passieren lässt. Am Ende steht das Plädoyer für eine weitere Wiederbelebung der Revolution im Zeichen einer konsequent historisierenden Erfahrungsgeschichte, die den Wahrnehmungswelten der Zeitgenossen besondere Aufmerksamkeit schenkt.

Prof. Dr. Alexander Gallus ist Inhaber der Professur Politische Theorie und Ideengeschichte an der TU Chemnitz. Der öffentliche Abendvortrag findet im Rahmen des Symposiums „Die Revolution 1918/19 in Hamburg. Ereignisse, Vergleiche und Bewertungen“ statt, das die FZH in Kooperation mit dem Museum für Hamburgische Geschichte, der Stadt Hamburg, der Landeszentrale für politische Bildung, der Universität Hamburg und dem Verein für Hamburgische Geschichte veranstaltet.

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