Dienstag, 4.7.2017, 18:00 Uhr
Universität Hamburg, Von-Melle-Park 6, 20146 Hamburg, 13. Stock, Raum 1370
Geschlecht, Krieg und Erinnerung. Frauen in den Armeen des Ersten und Zweiten Weltkrieges
Vortrag von Karen Hagemann (University of North Carolina at Chapel Hill)
 
Im Zeitalter der Weltkriege gewann die militärische Kriegsunterstützung von Frauen zunehmende Bedeutung. Zwischen 1939 und 1945 wurden allein vom Dritten Reich mehr als  500.000 Wehrmachtshelferinnen beschäftigt. In Großbritannien waren ca. 600.000 und in den USA 150.000 Frauen als Auxiliaries in den Streitkräften tätig. In der Sowjetunion dienten fast 800.000 in der Roten Armee, davon 500.000 als Soldatinnen an der Front. Der Vortrag untersucht vergleichend die Einbeziehung von Frauen ins Militär des Ersten und Zweiten Weltkrieges, ihre zeitgenössische Wahrnehmung und ihren Platz in der kollektiven Erinnerung. Er versucht die Frage zu beantworten, warum es für Militärs und breite Teile der Öffentlichkeit eine solche Herausforderung darstellte, die zunehmend aktive Teilnahme von Frauen im Ersten und Zweiten Weltkrieg als militärische Hilfskräfte, Soldatinnen und Partisaninnen anzuerkennen und zu erinnern.
 
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Fachbereich Geschichte der Universität Hamburg
 
 

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