Forschung

Historisches Gedächtnis der Stadt
Die FZH steht in einer langen Tradition zeitgeschichtlicher Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Hamburg. Erste Bemühungen, die lokalen Geschehnisse in der Zeit des "Dritten Reiches" aufzuklären, gab es schon bald nach Kriegsende. 1960 wurde dann die Forschungsstelle für die Geschichte des Nationalsozialismus in Hamburg gegründet. Sie wuchs aus bescheidenen Anfängen zu einem renommierten zeitgeschichtlichen Institut in der Bundesrepublik heran. Angegliedert wurde 1966 die Hamburger Bibliothek für Sozialgeschichte und Arbeiterbewegung mit Büchern und Broschüren, die über die Zeit des Nationalsozialismus hinweg gerettet worden waren.
Im Zentrum der Forschung standen zunächst der Antisemitismus seit dem Kaiserreich und der Aufstieg der Hamburger NSDAP bis zur Machtergreifung.
In den 80er Jahren wandte sich das Interesse der nationalsozialistischen Herrschaft und dem Schicksal der im "Dritten Reich" verfolgten und vertriebenen Bürgerinnen und Bürger Hamburgs zu; begonnen wurde mit dem Aufbau der Sammlung "Hamburger Lebensläufe - Werkstatt der Erinnerung". Zudem wird seither die Zeit nach 1945 zunehmend in die Forschungen einbezogen. Programmatischen Ausdruck fand die Erweiterung des Forschungsauftrags seit 1997 im neuen Namen Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH).
Die gegenwärtigen Forschungen
sind in der Regel so angelegt, dass die politischen Zäsuren von 1933, 1945 oder 1949 überschritten werden. Durch die Betrachtung gesellschaftlicher Entwicklung in einer langen Perspektive wird der Die NS-Herrschaft in Hamburg und Norddeutschland in die Geschichte des geamten 20. Jahrhunderts eingeordnet. In der Großstadt Hamburg - mit ihren Beziehungen zum Umland - werden darüber hinaus generelle Tendenzen der Moderne sichtbar. In dieser stadt- und regionalgeschichtlichen Herangehensweise rücken die Erfahrungen und Wahnehmungen von Individuen und Gruppen in den Mittelpunkt des Interesses.
Der Forschungsschwerpunkte Hamburg in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und Perspektiven der Zeitgeschichte orientieren sich an aktuellen Konzepten, die Zeitgeschichte explizit als Vorgeschichte der Gegenwart verstehen. Bis jetzt liegen nur wenige geschichtswissenschaftliche Studien vor, die theoretische Überlegungen dazu in konkrete Forschung umsetzen. Die FZH wird sich in den kommenden Jahren mit substanziellen Beiträgen an diesen Debatten beteiligen.
Die Forschungsergebnisse werden überwiegend in den drei von der FZH herausgegebenen Schriftenreihen "Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte", Wallstein Verlag, Göttingen, "Forum Zeitgeschichte" und "Hamburger Zeitspuren", jeweils Dölling und Galitz Verlag, München - Hamburg, veröffentlicht.
Die FZH steht in einer langen Tradition zeitgeschichtlicher Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Hamburg. Erste Bemühungen, die lokalen Geschehnisse in der Zeit des "Dritten Reiches" aufzuklären, gab es schon bald nach Kriegsende. 1960 wurde dann die Forschungsstelle für die Geschichte des Nationalsozialismus in Hamburg gegründet. Sie wuchs aus bescheidenen Anfängen zu einem renommierten zeitgeschichtlichen Institut in der Bundesrepublik heran. Angegliedert wurde 1966 die Hamburger Bibliothek für Sozialgeschichte und Arbeiterbewegung mit Büchern und Broschüren, die über die Zeit des Nationalsozialismus hinweg gerettet worden waren.
Im Zentrum der Forschung standen zunächst der Antisemitismus seit dem Kaiserreich und der Aufstieg der Hamburger NSDAP bis zur Machtergreifung.
In den 80er Jahren wandte sich das Interesse der nationalsozialistischen Herrschaft und dem Schicksal der im "Dritten Reich" verfolgten und vertriebenen Bürgerinnen und Bürger Hamburgs zu; begonnen wurde mit dem Aufbau der Sammlung "Hamburger Lebensläufe - Werkstatt der Erinnerung". Zudem wird seither die Zeit nach 1945 zunehmend in die Forschungen einbezogen. Programmatischen Ausdruck fand die Erweiterung des Forschungsauftrags seit 1997 im neuen Namen Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH).
Die gegenwärtigen Forschungen
sind in der Regel so angelegt, dass die politischen Zäsuren von 1933, 1945 oder 1949 überschritten werden. Durch die Betrachtung gesellschaftlicher Entwicklung in einer langen Perspektive wird der Die NS-Herrschaft in Hamburg und Norddeutschland in die Geschichte des geamten 20. Jahrhunderts eingeordnet. In der Großstadt Hamburg - mit ihren Beziehungen zum Umland - werden darüber hinaus generelle Tendenzen der Moderne sichtbar. In dieser stadt- und regionalgeschichtlichen Herangehensweise rücken die Erfahrungen und Wahnehmungen von Individuen und Gruppen in den Mittelpunkt des Interesses.
Der Forschungsschwerpunkte Hamburg in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und Perspektiven der Zeitgeschichte orientieren sich an aktuellen Konzepten, die Zeitgeschichte explizit als Vorgeschichte der Gegenwart verstehen. Bis jetzt liegen nur wenige geschichtswissenschaftliche Studien vor, die theoretische Überlegungen dazu in konkrete Forschung umsetzen. Die FZH wird sich in den kommenden Jahren mit substanziellen Beiträgen an diesen Debatten beteiligen.
Die Forschungsergebnisse werden überwiegend in den drei von der FZH herausgegebenen Schriftenreihen "Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte", Wallstein Verlag, Göttingen, "Forum Zeitgeschichte" und "Hamburger Zeitspuren", jeweils Dölling und Galitz Verlag, München - Hamburg, veröffentlicht.




