Workshop

„Gewerkschaftliche Arbeitszeitpolitik von den 1970er bis in die 2000er Jahre“ am 25./26. November 2021

Veranstalter: Institut für Soziologie (Universität Göttingen), Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH), Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) und Hans Böckler Stiftung

Ort: Universität Göttingen, Alte Mensa, Wilhelmsplatz 3, 37073 Göttingen

Arbeitszeitpolitik ist wieder aktuell: Die Corona-Krise hat Kurzarbeit einmal mehr zu einer Massenerscheinung gemacht, und als Reaktion auf die Krisen der vergangenen Jahre wurde unter anderem eine massive Verkürzung der regelmäßigen Wochenarbeitszeit vorgeschlagen. Grund genug, sich die Arbeitszeitpolitik der Gewerkschaften seit den späten 1970er Jahren genauer anzusehen. In diesem Workshop werden Erfahrungen mit und Resultate der tarifvertraglich vereinbarten Arbeitszeitverkürzung ebenso reflektiert wie die Auswirkungen auf Familien- und Geschlechterverhältnisse und die Ambivalenzen, die die gleichzeitige Flexibilisierung und Entgrenzung von Erwerbsarbeit hervorgebracht haben. Es diskutieren Wissenschaftler*innen, Zeitzeug*innen und die Mitarbeiter*innen aus einem soziologischen sowie einem historischen Forschungsprojekt, die durch die Hans-Böckler-Stiftung gefördert werden.

Programm

Donnerstag, 25.11.2021

14.00-14.30 Uhr Einführung in den Workshop: Knud Andresen (FZH), Peter Birke (SOFI), Michaela Kuhnhenne (HBS) und Nicole Mayer-Ahuja (Uni Göttingen)

14.45-16.15 Uhr  Flexibilisierung und Arbeitszeiten zwischen Geschichtswissenschaft und Soziologie: Keynotes von Dietmar Süß (Universität Augsburg) und Rainer Trinczek (Universität Erlangen-Nürnberg)

17.00-18.30 Uhr Gewerkschaftliche Zeitpolitik der 1980er und 1990er Jahre: Zeitzeugengespräch mit Franziska Wiethold (HBV) und Viktor Kalla (DRUPA)

19.30 Uhr Gemeinsames Abendessen

Freitag, 26.11.2021

9.00-11.00 Uhr Konflikte um und Transformationen gewerkschaftlicher und betrieblicher Zeitpolitiken: Werkstattbericht von Alexandra Jaeger (FZH) und Felix Bluhm (SOFI)

11.15-13.00 Uhr Tarifvertragliche Arbeitszeitpolitik: Von der kollektiven Arbeitszeitverkürzung zu individuellen Wahlmöglichkeiten? Thorsten Schulten (WSI)

Aushandlungen über Arbeitszeit und Geschlechterverhältnisse in der IG Metall in den 1980er und 1990er Jahren Anne Kremer (Uni Mannheim)

13.00-14.00 Uhr Abschlussdiskussion

Der Workshop findet vorbehaltlich der geltenden Infektionsschutz-Bestimmungen in Präsenz statt. Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 30. Oktober bei

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Ein Hygiene-Konzept wird nach Anmeldung zugesandt.

 

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